· 

Mae Hong Son Loop: Part Pai

Den fast ganzen Tag hatte ich schönes Wetter. War ja klar musste es schönes Wetter sein, wenn ich nicht gross Motorrad fahren muss. Aber ich will mich ja nicht beschweren. 

Ich las von einem Land Split in Pai. Vor einigen Jahren gäbe es in Pai ein Erdbeben, bei dem sich das Land eines Bauern auftat und eine grosse Furche hinterliess. Der Bauer, wohl ein Homo Oeconomicus, ergriff seine Chance und machte aus dem Naturphänomen eine Touristenattraktion. Das Besichtigen des Land Split ist gratis, aber man kann/darf/soll spenden. Dafür gibt es Früchte und Gemüse, welches auf seinem Land gewachsen sind und Säfte und Tee. Dort lernte ich eine Amerikanerin kennen, welche mich einlud sie am Abend zu dem Night Market zu begleiten. Dann trennten sich unsere Wege und ich macht mich auf zu einem Wasserfall und einer Bamboo Bridge. Was für mich in den vergangen Wochen Tempel waren, sind nun die Wasserfälle. Es gibt sie im Norden von Thailand überall. Sie sind aber auch echt schön anzuschauen. Schön sind auch die Bambus Brücken. Sehen schon ähnlich aus. Same same - but different. Hier hatte es leider schon sehr viele Touristen und auch der Tempel am Ende der Brücke war für Besucher geschlossen.

Nach der Brücke ging es zu einem weissen Buddha. Der erste war relativ unspektakulär und ich entschloss mich auch noch den zweiten zu besuchen, welcher hoch über Pai auf die Stadt blickt. Hier durfte sich die Aussicht und das Bild vom White Buddha verdient werden, da es die eine oder andere Stufe zu bewältigen gab. Schöner Buddha, schöne Aussicht.

Nach dem Mittagessen, Thai-Sausage, wollte ich noch einen weiteren Wasserfall besuchen. Mein Motorrad stellte ich auf einem Parkplatz ab und lief los. Schon nach wenigen Minuten musste ich durch einen Fluss waten und mich durch Gestrüpp kämpfen. Zum Glück fürchte ich mich nicht vor giftigem Ungeziefer, welches im Wasser und den Büschen lauern könnten. Zu Beginn war der Weg einigermassen gut ausgeschildert, aber es wurden dann immer weniger. Auch sonst sah ich niemanden. Nach gut 40 Minuten kam mir ein Mann entgegen. Auf meine Frage wie lange es noch dauert bis zum Wasserfall, meinte er, dass er ihn nicht gefunden hat. Er sei weitere 30 Minuten gelaufen, aber stiess nicht auf den Wasserfall. Somit entschloss ich mich meine Expedition abzubrechen und mit dem Mann, welcher aus Israel stammt, zurückzulaufen. Wir unterhielten uns über die obligatorischen Dienstpflichten in unseren beiden Länder. Ich glaube in dieser Beziehung ist in Israel die Dienstpflicht doch noch ein bisschen obligatorischer als bei uns. Es können sich nur wenige vom Dienst drücken. Das beste Argument, erklärte mir Gael (ich glaube er hiess so), seien religiöse Gründe. Ansonsten sei der Dienst sowohl für Männer wie auch Frauen verpflichtend.

Unsere Wege trennten sich und ich machte mich zurück ins Hostel.

Am Abend meldete sich die Amerikanerin und wir trafen uns in einem Lokal, welches hauptsächlich Tee servierte und man auf dem Boden sass. Hippie halt.. Dort kamen wir noch mit einem Österreicher und einer Holländerin ins Gespräch. Alles in allem ein gemütlicher Tag.

Kommentar schreiben

Kommentare: 3
  • #1

    Bruno Baviera (Donnerstag, 06 September 2018 08:31)

    Wundervoll die gespaltene Erde und die sich treffenden Nationen. Das wird es wohl sein.

  • #2

    Bruno Baviera (Donnerstag, 06 September 2018 08:56)

    Dominiert da das Organische über das Anorganische? Das Vereinende über das Trennende? Man könnte ja noch die Mönche fragen, was die dazu meinen. Aber der Buddhismus generiert wohl wesentlichere Fragen, wenn überhaupt Fragen gestellt werden sollen, dürfen, müssen...

  • #3

    Bruno Baviera (Donnerstag, 06 September 2018 16:26)

    Da sagte Buddha: Wenn du ein Problem hast, versuche es zu lösen.
    Kannst du es nicht lösen, dann mache kein Problem daraus.