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Doi Suthep

Mit drei Österreicherinnen, welche ich im Restaurant in meinem Hostel kennengelernt habe, war heute ein Ausflug auf den Doi Suthep geplant. Doi Suthep ist ein Nationalpark, Berg und Tempel in Personalunion. Um 8:30Uhr trafen wir uns bei meinem Hostel für ein Frühstück und um dann gemeinsam den Berg zu Fuss zu besteigen. Das Wetter meldete sich mit viel Regen und machte uns vorerst einen Strich durch die Rechnung. Nach 90 Minuten liess der Regen jedoch nach und wir wagten uns mit einem Songthaew zu dem Berg. Die Idee, den Berg zu Fuss zu besteigen und nicht wie die meisten anderen mit einem Wagen, kam von meinen Begleiterinnen. Es gäbe einen Monk's Trail, welcher an einem weiteren Tempel vorbei führe, welcher weniger von Touristen überlaufen sei. Das Wetter spielte für einmal mit und es klarte auf. Blauer Himmel und Sonnenschein. Schon nach wenigen Minuten standen uns allen die Schweisstropfen auf der Stirn - mir wohl die meisten..

Aber jeder Tropfen hatte sich gelohnt, als wir beim Tempel ankamen. Der erste Tempel war echt schön und es waren nur wenige andere Besucher dort. Kann ich jedem empfehlen. Da wir doch sehr gut voran gekommen waren, wollten wir uns auch den Rest der Strecke nicht entgehen lassen und liefen los. Da kamen uns einige Hunde entgegen. An sich nichts spezielles, da es in Thailand viele Streuner gibt. Zwei von den Hunden begannen aber plötzlich zu knurren und bellen. Wir waren doch schon sehr überrascht, da uns das bisher nicht passiert war. Alle Hunde, denen ich bisher begegnet war, kümmerten sich wenig um mich und liessen mich in Ruhe. Diese Hunde wollten uns aber nicht durchlassen. Wir wussten, dass wir nicht davon laufen sollten, da sie uns sonst noch folgen würden. Da kamen uns einige Einheimische entgegen. Die Hunde liefen auf sie zu, machten ihnen aber nichts. Wir wollten die Gunst der Stunde ergreifen und unseren Weg fortsetzen - es war nicht die Gunst der Stunde. Erst nachdem andere Einheimische mit Stöcken die Hunde vertrieben oder festhielten, konnten wir weitergehen. Weshalb die Hunde nur uns anknurrten und anbellten wissen wir nicht. Müssen wohl Rassisten gewesen sein..

Nach diesem Schrecken fiel uns das weiterlaufen nicht sonderlich schwer und wir erreichten den Tempel auf dem Berg. Schöne Aussicht auf Chiang Mai und ein relativ grosse Tempelanlage. Als wir uns auf den Nachhauseweg machen wollten, zogen plötzlich dichte Nebelschwaden auf und umhüllten den ganzen Berg. Wir entschieden uns für ein Songthaew, welcher uns zurück nach Chiang Mai fuhr. Die schweisstreibende Wanderung hat sich echt gelohnt. Und den Hunden wünsche ich eine grössere Akzeptanz gegenüber Ausländern!

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