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Mandalay - Bagan

Im Hostel konnten wir, Raphi, Angi und ich, bereits eine Busfahrt von Mandalay nach Bagan buchen. Das Ticket für die gut 6 stündige Fahrt kostete pro Person 9500 Kyat (gesprochen Tschatt). Das sind umgerechnet CHF5.90. Wir wussten nicht so recht, was uns erwarten würde, als wir pünktlich um 08:00Uhr beim Hostel mit einem kleinen BUs abgeholt wurden. Dieser brachte uns zum Busbahnhof in Mandalay. Dort stiegen wir in den etwas grösseren Bus. Wir starteten mit nicht ganz gefüllten Plätzen. Aus diesem Grund hielt, oder verlangsamte der Fahrer zumindest immer wieder die Fahrt, und ein Angestellter sprang  raus und organisierte weitere Fahrgäste. Alles sehr abenteuerlich. Hupend fuhr der Fahrer über die nicht immer sehr guten Strassen machte waghalsige Überholmanöver. Aber alles in allem war die Fahrt angenehmer als erwartet. Es gab eine Klimaanlage, wir erhielten eine Flasche Wasser und machten zwei Pausen. 

Mit uns im Bus waren nebst drei anderen Touristen hauptsächlich Einheimische. Eine hatte ihr Baby dabei, welches immer wieder rumgereicht wurde, als seien alle verwandt miteinander. Schon das Kleinkind hatte die typische Bemalung im Gesicht und sah damit echt süss aus.

Was uns auch auffiel, war, dass die Einheimischen immer etwas kauen und dann ausspucken. Das Ausgespuckte hat eine rote Farbe und lässt einem glauben, dass der Boden mit Blutspritzern übersät sei. Das Gekaute ist Betelnuss und macht stark abhängig. Jeder zweite Mann in Myanmar kaut die Betelnuss. Ein Nachteil der Nuss (eigentlich sind es Samen) ist, dass das Zahnfleisch abstirbt und sich die Zähne rot verfärben. Da kann man schnell mal erschrecken, wenn ein Einheimischer einem ein herzliches Lachen schenken will und nur rote Stummelzähne zum Vorschein kommen. Da erscheint Snus harmlos dagegen..

Am Busbahnhof angekommen, mussten wir ein Taxi in die Stadt organisieren. Wir bezogen zu dritt einen vierer Dorm in der gleichen Hostel Kette wie in Mandalay. Die Mitarbeitenden im Ostello Bello sind echt hilfsbereit und helfen einem Tickets und Routen zu organisieren und erklären einem alles.

Bagan kann mit ca. 2000 Tempeln und heiligen Stätten aufwarten. Die riesige Anzahl lässt sich dadurch erklären, dass die Stadt früher Zentrum des Königreichs war und die Herrscher ihre Macht durch den Bau von Tempel festigen wollten. Es sind praktisch nur heilige Gebäude aus dieser Zeit zu finden, da die Wohngebäude in dieser Zeit aus weniger beständigen Materialen gebaut wurden. Bagan gilt als eine der grössten archäologischen Ausgrabungsstätten Südostasiens.

Da es bei unserer Ankunft heiss war, richtig heiss, gönnten wir uns eine Abkühlung im Pool. Dazu ein oder zwei Bierchen.

Wir lasen, dass der Sonnenuntergang von einem Boot auf dem Irrawaddy betrachtet werden kann. Leider verpassten wir den offiziellen Transport zu den Booten, aber die Mitarbeitenden organisierten schnell ein Tuk Tuk, mit welchem wir noch rechtzeitig unser Ziel erreichten. Die Bootsfahrt war wirklich lohnenswert, da wir für einmal Glück hatten und auch etwas von der Sonne sahen.

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Kommentare: 2
  • #1

    Bruno Baviera (Donnerstag, 13 September 2018 17:20)

    Habt ihr es schön

  • #2

    Bruno Baviera (Donnerstag, 13 September 2018 17:28)

    So habe ich es mir für dich gewünscht.