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Hanoi

In Hanoi findet sich viel Wasser; ob in Flüssen, Seen oder Kanälen. Nicht umsonst heisst Ha Noi die Stand innerhalb der Flüsse. Auch das Klima ist angenehmer, nicht ganz so feucht und nicht gleich heiss wie bisherige Städte. Viele Tempel werden mit Schildkröten in Verbindung gebracht, weshalb man diese auch in der Nähe gewisser Tempel erstehen kann. Ich bin mir nicht sicher, ob die dann in den Seen und Flüssen wieder ausgesetzt werden. Wäre nicht das erste Mal, dass ich sowas erlebe (Chiang Mai).

Einige Teile von Hanoi wurden in der Kolonialzeit von den Franzosen nach ihren Wünschen angepasst und umgebaut. Kanäle wurden zugeschüttet oder verlegt. Im Indochina-Krieg und im Vietnamkrieg wurden grosse Teile von Hanoi zerstört und mussten neu aufgebaut werden. Vielleicht deshalb ist Hanoi nicht mit anderen asiatischen Grossstädten zu vergleichen. 

Den Morgen verbrachte ich in der Altstadt von Hanoi, wo die Gassen eng sind, die Luft von verschiedenen Düften geschwängert und hektisches Treiben von Mensch und Fahrzeugen herrscht. Wer Autohupen nicht mag, sollte die Stadt meiden. Mir gefällt die Stimmung in der Stadt und geniesse gerne einen Iced Coffee. Ab und an kommen Schuhputzer in die Caffees und nehmen die Schuhe mit und bringen sie einige Minuten später geputzt zurück. Meine Birkenstock Finken wollten sie jedoch nicht putzen. Wieso auch immer.

Heute benutzte ich das erste mal Grab Bike. Funktioniert eigentlich genau gleich wie mit den Autos, nur dass du auf einem Scooter zum Ziel gefahren wirst. Schon als ich mich auf den Scooter setzte, seufzte der Fahrer - er hatte wohl selten 100kg hinten drauf. 

Zum Glück konnte ich mich die vergangenen Wochen an den südostasiatischen Verkehr gewöhnen. Vietnam, so sagt man, sei das schlimmste Land von allen. Kann ich bis jetzt bestätigen. Das eine oder andere Mal musste ich die Knie und Ellenbogen einziehen, damit ich diese nicht anschlug. Immerhin erreichte ich günstig und schnell mein Ziel; Downed B52. Klingt nach einem Shot, ist es aber nicht. Sondern ein Flugzeugwrack, welches nach dem Abschuss in einem kleinen See landete und seither dort vor sich her rostet.

Ganz in der Nähe wollte ich etwas essen und setzte mich in ein Lokal. Da eine Frau eine leckere Suppe vor sich hatte, wollte ich auch eine bestellen. Erst da merkte ich, dass sie kein Essen anboten und die Frau die Besitzerin des Lokals war. Trotzdem konnte ich die gleiche Suppe, mit Händen und Füssen (okay.. ich habe Google Translate benutzt), bestellen. War echt lecker. Nur ein bisschen störend, dass sich drei ältere Damen einen Spass daraus machten mich beim Essen zu beobachten. Für die Suppe und einen Tee mit Eis bezahlte ich nicht mal ganz CHF 2.-.

Wenig später spazierte ich noch ein wenig durch die Stadt und nah dann ein Grab Bike zurück ins Hostel.

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Kommentare: 1
  • #1

    Bruno Baviera (Montag, 01 Oktober 2018 22:37)

    Viel Blech in diesem Hanoi.
    Übrigens: Auch viel Historie und Religion (Tempel) überall.