· 

Hue

Der Tag begann schon früh. Um 05:40 Uhr läutete mein Wecker. Der einzige Vorteil um diese Zeit: die Morgensonne. Aber das wars dann auch schon. Ich bin auch eher ein Nachtmensch.

Mit dem Bus, inkl. einmal umsteigen, ging es zurück nach Hanoi. Besser gesagt zum Flughafen. Im Bus traf ich auf eine 32 jährige Vietnamesin. Geschieden, eine 7 jährige Tochter und seit 3 Monaten wieder liiert. Sie sprach mich auf meine Reise an und wir sprachen miteinander bis wir am Flughafen waren. Dort tranken wir zusammen einen Kaffee. Dann musste sie auch schon zum Gate und ins Flugzeug nach Ho Chi Minh. Falls es sich ergibt, werden wir uns dort wieder treffen.

Ich musste leider länger auf mein Flugzeug warten. Mit zwei Stunden Verspätung hoben wir endlich ab und machten uns auf den Weg Richtung Süden. Hue, eine kleine Stadt im Zentrum von Vietnam, hat nicht allzu viel zu bieten. Sieht aber auf den ersten Blick sympathisch aus. 

Viel Zeit für eine grosser Erkundigungstour blieb mir heute nicht. Was ich aber machen konnte, eher sehr spontan, war der Kauf eines Motorrads. Leider keine Honda Win, welche hier in Vietnam sehr beliebt ist, sondern ein vietnamesischer Nachbau. Laut Internet, das weiss es ja immer am Besten, sind die vietnamesischen Nachbauten immerhin besser als die chinesischen, welche seit einigen Jahren den Markt überschwemmen. Ich bin gespannt, was die $230 für mich bereit halten. Ich mache mich schon auf einige Zwischenstops bei Mechanikern gefasst. Bis Ho Chi Minh City sind es immerhin 1000km.

Nach dem Kauf konnte ich noch einen Spaziergang machen und sogar das obligate Bier-Bild machen (die Worte meines Vaters).

Morgen kann ich dann mein Motorrad abholen, welches noch einige kleinere Umbauten erdulden muss, welche ich angeordnet habe (grösserer Gepäckträger, Abdeckung entfernen, Sitzbezug, neuer Tankdeckel und eine Reinigung). Ob mir das irgendetwas bringen wird, wird sich zeigen. Ich bin guten Mutes.

Kommentar schreiben

Kommentare: 5
  • #1

    Bruno Baviera (Sonntag, 07 Oktober 2018 17:53)

    Lese ich da richtig: Du hast ein Motorrad gekauft? Eine Occasion? Wieviele Kilometer ist das Ding schon gefahren worden? Und der Helm?
    Übrigens: Bin froh, wieder mal einer neuen Biersorte zu begegnen.

  • #2

    Bruno Baviera (Sonntag, 07 Oktober 2018 17:54)

    Übrigens: Cave, Bier ist kein Motorradantriebsstoff.

  • #3

    Fabio (Montag, 08 Oktober 2018 03:44)

    In der Tat. Naja, Motorrad mag etwas übertrieben sein. Ist ein Gefährt mit 120ccm. Also weniger Hubraum als unsere Vespen.
    Wieviele Kilometer das Ding schon auf dem Buckel hat, weiss niemand so genau. Wahrscheinlich jedes Teil unterschiedlich.
    Den Helm, glaube ich, gibts dazu.
    Ich weiss, aber Bier kann ein Treibstoff für die Seele sein.

  • #4

    Bruno Baviera (Montag, 08 Oktober 2018 11:31)

    Danke für die Antworten.
    Übrigens: Interessant, wie man schon mit weniger präzisen Angaben handlungsfähig werden kann.Wir treten da zunehmend in ein Zeitalter der Fakenews ein. Mal sehen was das für Konsequenzen hat, wenn wir uns nicht dagegen wehren.

  • #5

    Bruno Baviera (Montag, 08 Oktober 2018 11:37)

    Übrigens: Bei dir in Vietnan gibt es ja den Töff zum Preis des Helmes noch dazu, bei uns ist es umgekehrt, den Helm zum Töff, allerdings nur nach ausgiebig Handeln.