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S21 and the Killing Fields

Das S21 Gefängnis war ursprünglich eine Schule, welche von den roten Khmer 1975 zu einem Gefängnis umgebaut wurde. Bis zu 200 Insassen fanden darin Platz. In den vier Jahren der Pol Pot Regierung, waren bis zu 20'000 Menschen dort inhaftiert. Und zwar für ganz eifache Vergehen. Je länger die Herrschaft von Pol Pot andauerte, desto willkürlicher wurden die Inhaftierungen. Die Schulzimmer wurden zu Zellen und Folterkammern umgebaut. Viele Menschen starben bei den Befragungen. Dies war eigentlich nicht das Ziel. Die heutige Gedenkstätte umfasst nur noch die Schule, obwohl das Gefängnis ursprünglich einige weitere Gebäude umfasste.

Als Pol Pot mit seinen roten Khmer am 17. April 1975 nach dem kambodschanischen Bürgerkrieg nach Phnom Penh vorrückte, liess er grosse Teile der städtischen Bevölkerung aufs Land deportieren. Seine Politik war eine von Moa beeinflusste Art des Kommunismus und sah die ländliche Bevölkerung als die guten Menschen an. Die Städter hingegen, insbesondere Akademiker, waren für Pol Pot schlechte Menschen und gehörten nicht in seine Weltanschauung. So schickte er die Städter, teilweise unter Vorwänden, aufs Land. 

In ganz Kambodscha verteilt gibt es die sogenannten Killing Fields, wo viele Menschen ihr Leben liessen. Heute besuchte ich einen von ihnen. Das Grauen, das dort angerichtet wurde, aber auch im S21, ist unfassbar. Viele Mulden in Boden und die Schädel und Knochen erinnern daran. Es soll die Leute auch daran erinnern, was hier Schreckliches geschah.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Bruno Baviera (Donnerstag, 25 Oktober 2018 09:39)

    So lass dann diesen Kelch an mir vorbei gehen. Gut gingen die Verführungen zum Bösen an uns vorbei. Sind Hungersnöte auch Genozide?
    Übrigens: Gerechtigkeit bedarf der kontinuierlichen Übung.

  • #2

    Bruno Baviera (Donnerstag, 25 Oktober 2018 09:41)

    Übrigens: Viele kleine Kerzen vermögen einen Raum auch erhellen.