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Sihanoukville: Tag 2

Wenig zu berichten heute. Die Frau in unserer Lieblingsbar bestätigte uns, dass die Chinesen in dieser Region nicht sehr beliebt seien und die Preise für Unterkünfte am steigen seien. Die lokale Bevölkerung würde aber wenig davon profitieren. Die ganze Geschichte interessierte mich und ich machte mich ein bisschen schlau. In einigen Berichten, ich las diesen hier genauer, wird berichtet, was die Chinesen in dieser Stadt anrichten. Nicht dass die westlichen Touristen besser seinen (diese brachten die Prostitution in das Land), aber zumindest haben die Westler Khmer Essen probiert und sind Tuktuk gefahren. Die Chinesen bleiben lieber unter sich und essen ihr eigenes Essen. Ein Tuktuk komme für sie gar nicht in Frage. Lieber sind sie mit dem Auto unterwegs.

Zudem werden seit einigen Jahren massenhaft Casinos gebaut. Kambodschaner dürfen diese aber per Gesetz nicht betreten. Auch viele Grundstücke, auf denen bisher Backpacker gewohnt, gegessen und getrunken haben, sind nun an Chinesen verkauft. Die vielen neuen Bauten würden aber der Bevölkerung nichts nutzen, da die Strassen nicht viel besser sind, das Abfallproblem weiterhin besteht und eine ordentliche Kanalisation ist auch nicht vorhanden.

Ich will ja nicht sagen, dass die Chinesen diese Probleme erst nach Südostasien gebracht haben, aber sie verstärken sie sicher noch. Der immer schneller wachsende Mittelstand in China kann sich Reisen nach Südostasien erst seit einigen Jahren leisten. Solange sich die Regierungen in Südostasien nicht für die Bevölkerung, sondern für das Geld entscheiden, wird sich wenig ändern.

Dennoch genoss ich meinen Mangoshake (und das eine oder andere Bier) am Strand sehr. Der Besitzer der Bar nebenan hatte weniger Glück - sein Boot ist über Nacht mit Wasser vollgelaufen. Den ganzen Tag hat er versucht das Wasser aus dem Boot zu bringen. Am Abend sah es erstaunlicherweise nach einem Sieg für die Menschheit aus. Mal schauen wie weit das Boot morgen im Wasser ist.

Doch mehr berichtet als gedacht.

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Bruno Baviera (Freitag, 26 Oktober 2018 14:34)

    Nimmt mich ja schon wunder, wie man mit einem Löffel das Wasser aus einem Boot bringt, das mit der Wand unter der Wasseroberfläche liegt.
    Übrigens: Hats doch überall welche, die man nicht mag.