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Underground River: Gastbeitrag Lena

Heute fällt mir (Lena) die Ehre zu von unserem zweiten Tag in Puerto Princesa zu berichten. Der Tag startete mit einem gemütlichen Frühstück mit Meerblick im Hotel. Mit dem gemieteten Roller düsten wir schon bald los in das zwei Stunden entfernte Fischerdorf Sabang. Obwohl die Fahrt relativ lange dauerte und anstrengend war, konnten wir dadurch schon recht viel von der Landschaft und der Lebensweise der Filipinos sehen und uns einen Eindruck von der Insel verschaffen. Die Armut ist weit verbreitet und die Menschen leben in den einfachsten Verhältnissen. Trotzdem wirkten die Inselbewohner sehr fröhlich. Die Leute winkten und riefen uns zur Begrüssung hinterher, als wir an ihnen vorbei fuhren. In Sabang angelangt buchten wir eine Tour zum UNESCO Weltnaturerbe, dem Underground River. In einer Gruppe von sieben Personen fuhren wir mit einem Motorboot zu einem abgelegenen Strand, von wo aus wir ein Stück zu Fuss gehen mussten. Mit einem Audioguide, Schwimmweste und Schutzhelm bewaffnet, wagten wir uns in einem kleinen Ruderboot zum Höhleneingang. Währenddem uns ein Ortskundiger durch das Höhlennetz chauffierte, konnten wir dem Bericht des Audioguides folgen, der über die verschiedenen Felsformationen und die Entstehung des unterirdischen Flusses informierte. Neben den speziellen und sehr beeindruckenden Formationen, gab es in der Höhle Tausende von Fledermäusen, die wertvollen Guano produzieren. Der aus den Fledermausexkrementen gebildete und als besonders stickstoffreicher Dünger verwendete Stoff ist allerdings in dieser Höhle geschützt. Da es so viele dieser Tiere gab, riet uns der Guide den Mund geschlossen zu halten, wenn wir die Tiere an der Höhlendecke bestaunten ;-) Neben den Fledermäusen konnten wir zudem zwei Schlangen ausmachen. Der Underground River und die verschiedenen Felsformationen beeindruckten uns sehr. Mit dem Ruderboot erkundigten wir eine Strecke von 2 km innerhalb des Höhlensystems, das gesamthaft 24 km beträgt. Mit dem grösseren, motorisierten Boot ging es dann wieder in Richtung Sabang, wo wir noch kurz ins Meer hüpften, das bei den hohen Temperaturen sehr verlockend wirkt. Schon bald machten wir uns allerdings wieder auf den Rückweg, der aufregender war als geplant... Nach ca. 30 Minuten hatte Fabio das Gefühl, dass etwas nicht stimmt und prompt hatten wir einen Platten, der uns eine Weiterfahrt verunmöglichte. War wohl ein Schlagloch zuviel auf dieser holprigen Strasse. Irgendwo im Nirgendwo waren wir gestrandet und uns blieb nichts anderes übrig als den Roller zu stossen bis wir auf äusserst zuvorkommende Filipinos trafen, die uns halfen. Wir luden gemeinsam mit den Einheimischen unseren Roller auf den Seitenwagen ihres Motorrads. Es musste ein sehr lustiger Anblick gewesen sein, wie Fabio auf dem Roller auf dem Seitenwagen und ich mit dem netten Herr auf dem Motorrad sass. Denn die Leute, denen wir begegneten, fingen alle an zu lachen. Wir nahmen das Ganze natürlich auch mit Humor. Der Mann war so hilfsbereit und flickte unseren Reifen innerhalb einer Stunde. Als Zeichen der Dankbarkeit gaben wir ihm 500 Pesos, was umgerechnet ca. 10 CHF sind. Der Filipino war überglücklich und konnte es nicht fassen, dass wir ihm diesen hohen Betrag zahlten. Wir waren sehr froh über seine Hilfe und deshalb auch gerne bereit dem Mann etwas mehr als üblich zu bezahlen. Froh, wieder ein fahrtüchtiges Gefährt unter uns zu haben, fuhren wir im Dunkeln die letzte Etappe zurück zum Hotel, wo wir zu Abend assen. Alles in allem ein sehr schöner Tag auf Palawan.

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Kommentare: 2
  • #1

    Bruno Baviera (Samstag, 10 November 2018 17:50)

    Ja, ja, so spart man Treibstoff, Huckepack.
    Übrigens: Der Höhleneingang, ein Blick in den Hades? Und Lena schreibt auch gut.

  • #2

    lexi (Montag, 12 November 2018 07:48)

    Tolle Gastbiitrag - wünsche üch nu eh ganz eh tolli ziit!