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Insel Hopping, Schnorcheln, Glühwürmchen und lumineszierendes Plankton

Der Tag startete eher ungemütlich. Schwarze Wolken zogen über den Himmel und schon bald kam der Regen. Heute wollten wir die verschiedenen Inseln in der Honda Bay besuchen. Das Wetter war dazu aber nicht gerade optimal. Trotzdem entschieden wir uns zu der Bay zu fahren und dann spontan schauen, ob es sich lohnt eine Island Hopping Tour zu buchen. Noch im leichten Regen fuhren wir los, bald aber klarte der Himmel ein wenig auf und der Regen hörte auf. An der Honda Bay angekommen, mussten wir fast einen Spiessrutenlauf durch die Anmeldung für den Park, durch den Kauf des Boottickets und die Miete von Schnorchel und Flossen. Wahrscheinlich wollen sie den ganzen Prozess vereinfachen, scheitern aber leider noch ein bisschen. Ungünstig ist auch, wenn sie selbst kein Wechselgeld haben und dann selbst zu den anderen Stationen gehen müssen und dort Wechselgeld holen gehen. Aber alles halb so wild.

Da wir erst nach den meisten Touristen kamen und niemand am warten war mit dem wir ein Boot hätten mieten können, mussten wir ein eigenes Boot mieten. War aber nicht so tragisch, da wir am Abend noch eine weitere Tour gebucht hatten und nicht auf jeder Insel all zu lange bleiben konnten. Die erste Insel hiess Cowrie Island und dient als Bade- und Verpflegungsinsel. Witzig ist, dass auf jeder Insel nochmals eine Gebühr bezahlt werden muss. Wieso das nicht schon alles beim Buchen der Tour gemacht werden kann, weiss ich auch nicht. Aber auch das war nicht weiter schlimm.

Die zweite Insel hiess Luli Island. Dort konnte man schnorcheln. Leider gab es nur einen kleinen Bereich, indem schwimmen erlaubt war. Es herrschte sogar Schwimmwesten-Pflicht. Wir hatten unsere aber auf dem Boot gelassen. War auch nicht schlimm, da dies wohl eher an die vielen Chinesen gerichtet war, welche teilweise gar nicht schwimmen können. Dort gab es aber wenigstens einige Fische zu sehen. Einige Fische schienen es aber überhaupt nicht zu mögen, dass man sie beobachtet. Als ich gerade meine Maske am richten war, biss mich ein Fisch in den Fuss. Nicht sehr schmerzhaft aber erschrocken habe ich mich trotzdem. Einige Sekunden später konnte Lena beobachten, wie mich ein zweiter Fisch ins Bein biss. Wusste gar nicht, dass Fische so fies sein können. Aber wer mag es schon beobachtet zu werden.

Die dritte Insel hiess Starfish Island und soll, wie der Name schon sagt, das Zuhause von vielen Seesternen sein. Trotz intensiver Suche sahen wir nur einen davon. Das Problem ist wohl, dass viele Touristen die Seesterne aus dem Wasser nehmen und vielleicht als Souvenir nach Hause nehmen. Jedoch war es bei der Starfish Insel am schönsten zu schnorcheln. Das Wasser war sehr klar und es waren praktisch keine Touristen dort. Diese Insel war die letzte für den heutigen Tag. Mit dem Roller ging es wieder zurück ins Hotel, wo wir nur kurz Zeit hatten uns auf die nächste Tour vorzubereiten. Um 16:50 Uhr wurden wir beim Hotel für eine Firefly Tour abgeholt. Mit dem Minivan fuhren wir durch Puerto Princesa und luden weitere Touristen auf. So kamen wir nach über einer Stunde am Hafen von Puerto Princesa an und bestiegen ein Boot. Auf dem Boot durften wir weitere 25 Minuten warten, bis alle an Bord waren. Es ging leider nicht direkt zu den Glühwürmchen, sondern in ein schwimmendes Restaurant. Dort durften wir uns am Buffet gütlich tun. Dann hiess es wieder warten, bis alle gegessen und das Klo aufgesucht hatten. Nach einer weiteren 20 minütigen Bootsfahrt mussten wir uns in ein kleineres Boot quetschen. Schon auf dem ersten Boot war Platz Mangelware, was das zweite Boot aber noch über-, bzw. unterbot. Mit dem kleinen Böötchen fuhren wir einen Fluss hinauf, welcher am Ufer mit Mangroven-Bäumen gesäumt war. In diesen Bäumen leben die Glühwürmchen besonders gerne. Glühwürmchen können blau, rot und gelb leuchten. Auf den Philippinen leuchten sie gelb. Die Männchen heller als die Weibchen. Das Fotografieren mit Blitz ist untersagt, da die Würmchen oder Fliegen schnell das Weite suchen. Sie reagieren auf rotes Licht und beginnen daraufhin zu leuchten. Plötzlich füllte ein Guide eine PET Flasche mit Wasser aus dem Fluss und leerte sie uns über die Hände. Diese begannen daraufhin zu leuchten und zu blinken. Es war lumineszierendes Plankton! Wir waren begeistert. Am heutigen Abend leuchtete alles; die Glühwürmchen, das Wasser im Fluss und auf den Händen, der Sternenhimmel und die Augen der Touristen.

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Kommentare: 1
  • #1

    Bruno Baviera (Sonntag, 11 November 2018 19:12)

    Schön euch alle so beim Leuchten zu sehen.
    Übrigens:Gut waren die an euch knabbernden Fische klein.