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Fliegen, warten, fliegen

Wie bereits angekündigt, ist heute hauptsächlich ein Reisetag. Nach dem Frühstück in der Pension, fuhr uns ein Freund des Besitzers mit seinem Tricycle an die Hauptstrasse, wo wir einoffizielles Tricycle an den Flughafen nehmen konnten. Ich weiss nicht, ob ich es schon erwähnt habe, aber viele Tricycles haben eine originelle Karossiere, welche an diejenige eines Autos erinnert.Häufig finden sich auch zwei Scheinwerfer, zwei Rücklichter, Autoaussenspiegel und auf dem Kühlergrill das Logo einer Automarke. 
Das Checkin war so einfach wie noch nie. Es gab nicht mal eine Sicherheitskontrolle. 
Nach einem knapp einstündigen Flug waren wir wieder in Manila. Das Wechseln zwischen den Terminal 1-4 zu Fuss ist fast nicht möglich. Wir landeten am Terminal 1, Lena flog aber von Terminal 3 und ich von Terminal 2. Da mein Flug erst sehr viel später ging, entschieden wir uns am Terminal 3 zu warten. Wir nahmen ein Taxi mit Taxometer. Kostete knapp zwei Franken (100 Pesos). Nach einem späten Mittagessen und nachdem ich Lena verabschiedet hatte, wollte ich mit dem Taxi zu meinem Terminal. Es gab aber nur Fixpreise. Die nette Dame meinte, dass der Transfer 1650 Pesos kosten würde. Ich verstand zuerst 165 Pesos und wollte schon zusagen. Nachdem ich zur Sicherheit nochmals nachfragte, befand ich den Preis zu hoch. Nach langem Argumentieren war sie bereit 1500 Pesos zu nehmen. Ich lehnte dankend ab. Keine zwei Sekunden später bot mir die nächste Taxi-Dame (mit offiziellem Flughafen Logo auf der Brust) eine Fahrt für 1200 Pesos an. Ich fände CHF 24.- für eine fünf Minutenfahrt sogar für Zürich zu teuer. Die dritte Dame bot mir, ungefragt, eine Fahrt für 550 Pesos an. Ich schüttelte nur den Kopf. Da schlug mir die erste Taxi-Dame vor, dass ich den Shuttle für 20 Pesos nehmen könne. Das klang für mich vernünftig. Da ich sowieso genügend Zeit hatte, störte es mich nicht, dass der Shuttle zuerst Terminal 4, 1, Cargo und erst dann Terminal 2 ansteuerte. Im Vergleich zu Terminal 3, ist die 2 eher spärlich ausgestattet. Nicht gerade das, was man sich wünscht, wenn man einige Stunden überbrücken muss. 
Bei dem zweiten Checkin am heutigen Tag, verlief nicht alles so unkompliziert wie beim ersten. Anscheinend hätte ich eine Kopie des Visums dabei haben sollen, obwohl in einem Begleitschreiben stand, dass ich es nicht benötigen würde, da alle Daten im System gespeichert seien. Die Dame am Schalter musste zuerst abklären, ob ich wirklich ein Visum habe. Klappte dann alles. Dafür wechselte sie meinen Platz von der Mitte zu einem Gangplatz. 
Als ich so vor dem Gate wartete, fast drei Stunden vor dem Abflug, mussten alle durch eine zweite Sicherheitskontrolle. Wie so häufig durfte ich in eine erweiterte Sicherheitskontrolle. Auf Sprengstoff wurde ich geprüft. Dabei habe ich doch keinen Bart mehr..
Bei der anschliessenden Dokumentenkontrolle wurde ich wieder nach meiner Visumskopie gefragt. Irgendwie war es bei allen anderen, welche keine Kopie dabei hatten, kein Problem. Bei mir musste ein ‚Doublecheck‘ her. Die Leute hinter mir in der Reihe hatten Freude, als die Frau am Schalter für zehn Minuten mit meinem Pass verschwand. Aber es schien alles in Ordnung zu sein. Jetzt heisst es wieder warten. Bis ich wieder fliegen darf. 

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Kommentare: 3
  • #1

    Lena (Samstag, 17 November 2018 16:20)

    Einen guten Flug und weiterhin eine spannende und schöne Zeit! lch habe die Reise mit dir sehr genossen :-)

  • #2

    Bruno Baviera (Sonntag, 18 November 2018 09:51)

    Lena, du Lausemädchen, bist mir im Blogkommentar zuvorgekommen.
    Übrigens: Schade, dass Fabio nun alleine reisen muss.

  • #3

    Bruno Baviera (Sonntag, 18 November 2018 09:58)

    Übrigens: Offensichtlich ist das Leben im echten (biologischen) Dschungel einfacher als im Checkin (technischen) Dschungel. Das hast du ja nun wiederholt erlebt.