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Jugendherbergen und die Tücken

Ich war ja schon gestern ein bisschen am weinen, dass Jugendherbergen nicht immer so mein Ding sind. Die richtigen Worte und Beispiele fielen mir gestern noch nicht ein. Heute sollte esmirleichterfallen. Gestern, nach dem ich den ganzen Tag unterwegs war, wollte ich im Zimmer meine Sachen holen, um zu duschen. Eine Frau schlief schon und in einem Bett lagen zwei Leute. Ich glaubesiefühltensich leicht von meiner Anwesenheit gestört. So nahm ich schnell mein Zeugs und ging duschen. Gleiches Spiel bei meiner Rückkehr. Ich wollte nicht lange im Zimmer bleiben und gingindieLobby/Aufenthaltsbereich. Gegen 22:30 Uhr war ich zurück. Die Frau schlief immer noch. Der Typ unter mir auch. Ob alleine oder zu zweit, weiss ich nicht. Das dritte Bett war leer. ImViertenschliefja ich. Gegen 01:00 Uhr kam der Besitzer von Bett eins zurück. Ich glaube er war betrunken. Die Leiter zum Bett hoch, schien sich wohl zu bewegen. 02:30 Uhr: Frau von Bett Nr. 2 stehtaufschaltetdas Licht ein, packt ihren Koffer, zieht das Bett aus und verschwindet. 07:30 Uhr: Herr Kuschler steht auf und sucht seine Sachen zusammen. Er verabschiedet sich wenigstens. Ich kannimmerhinnochmalseinschlafen. Als ich aufwache, bin ich alleine. Ich mache mich für den Tag bereit und verlasse auch das Zimmer. Vielleicht wird ja die nächste Nacht besser. 

Heute Morgen musste ich noch waschen. Ich hatte keine Shirts mehr. Eines musste ich wegwerfen und eines kam nie vom Waschen zurück. Da ich die nächsten Tage sowieso nicht fliegen will, dachte ich mir, dass ich nach dem Waschen noch ein neues Shirt kaufen kann, da ich nicht so stark auf das Gewicht der Tasche achten muss. Das Waschen an sich war unkompliziert. Im Hostel gab es Maschinen, diese kosteten aber vier Dollar. Und nochmals vier Dollar für den Trockner. Ah und noch $1.5 für das Waschmittel. Egal. 
Also lief ich nach dem Waschen in die Stadt. Schon witzig: Ich bin soweit in den Osten gereist, dass ich wieder im Westen angekommen bin. 
Brisbane ist sehr modern und sauber. Es wird viel geboten. Hier könnte man wohl sehr gut leben. Auch die Temperatur war sehr angenehm. Im Target, einem Kleiderladen, wurde ich fündig und kaufte drei Shirts. Für knapp CHF 14.-. 
Nach meinem Kauf, lief ich zum botanischen Garten. Auf dem Weg dahin holte ich mir noch ein Sandwich. Pulled Pork. War ganz okay. Den Nachmittag verbrachte ich mit durch die Stadt laufen und ein bisschen lesen. 
Im Hostel kamen zwei neue Leute dazu. Trotz Jugendherberge, war ein etwa 60 jähriger Mann dazu gekommen. Nicht dass es mich stören würde. Ich habe eher das Gefühl, dass die Hälfte der Gäste deutsche Abiturienten sind. Ich bin sicher es ist die eine oder andere Eveline dabei. 
Unser Quartett für die Nacht wird von einem (glaube ich) Schweden komplettiert. Zumindest hat er blondes Haar und einen Fjäll Räven Rucksack an. 

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Kommentare: 3
  • #1

    Bruno Baviera (Dienstag, 20 November 2018 12:14)

    Mein Lieber: Warum hast du da geweint?
    Übrigens: Im Westen nichts Neues, auch wenn man nach Osten reist. Auf einer Kugel gehören wir eben zusammen, ob wir das wahrnehmen oder nicht.

  • #2

    Bruno Baviera (Dienstag, 20 November 2018 12:32)

    Peace, Love, Joy.
    Übrigens: Voi qu`entrate, lasciate ogni speranza. Lasst, die ihr eintretet, alle Hoffnung fahren. Dante, die göttliche Komödie, Inferno II/9.

  • #3

    Bruno Baviera (Dienstag, 20 November 2018 12:39)

    Ist Brisbane nicht gar zu nahe am Wesser gebaut?
    Übrigens: Wenn da nur der Wasserspiegel nicht zu schnell ansteigt.
    Aber an der Nordsee, bei den Holländern, ist es ja auch nicht besser,
    gut haben wir die Alpen, die sind ja etwas höher. So ist wenigstens für trockene Füsse gesorgt.