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Muller Hut

Am Mittwoch, 19. Dezember machten wir uns auf zur Muller Hut auf dem Mount Ollivier (nicht wie im letzten Beitrag fälschlicherweise erwähnten Mt Cook). Die Hütte liegt auf 1880 Meter über Meer. Die Plätze in der Hütte mussten vorab reserviert werden, da sie zu dieser Zeit meistens ausverkauft ist. Das Wetter war aber nicht wirklich gut und es gab eine Warnmeldung. Jeder, der die Wanderung nicht antreten wollte, konnte das Geld zurück erhalten. Wir entschieden uns trotz Regen und Wind die Wanderung zu wagen. Wir waren immerhin nicht schlecht ausgerüstet und kamen ganz gut voran. Auch wenn die Wanderung doch eher anstrengend war. Nach knapp Zweidrittel des Weges stiessen wir auf Schnee, was das Vorankommen erschwerte. Zudem war es sehr neblig und die Sicht schlecht. Nach 2 1/2 Stunden erreichten wir die Hütte. Es waren bereits zwei Amerikaner und der Hüttenwart mit seinem Sohn oben. Die Hüttenwärter machen die Arbeit ehrenamtlich und können so lange bleiben wie sie wollen. Teilweise ist auch gar kein Wart oben. Um 19:00 Uhr wird die Hütte vom Informationszentrum angerufen und gefragt, ob alle angemeldeten Personen wohlbehalten in der Hütte erschienen sind. 

Nach einiger Zeit gesellte sich eine fünfköpfige Familie zu uns in die Hütte. Die Kinder waren schätzungsweise zwischen 10 und 15 Jahre alt. Die Hütte hatte leider keine Heizung und es war sehr kalt und bald begann es zu schneien. Des Wetters wegen blieben 17 der 28 Betten in der Hütte leer. Trotzdem herrschte eine gemütliche Atmosphäre. In der Nacht blieb es kalt und es schneite zwischendurch. 

Am Morgen bestiegen wir noch die letzten Meter zur Spitze des Berges und hofften auf ein Wolken/Nebelloch, um einen Blick auf die umliegenden Berge zu werfen. Nur ganz kurz sahen wir die Spitzen einiger Berge, aber schnell wurde uns die Sicht wieder verwehrt. Deshalb machten wir uns auf den Abstieg. In knapp zwei Stunden waren wir unten. Nach einem kleinen Abstecher zu einem Gletschersee und einige Ausläufer eines Gletschers machten wir uns auf den Weg zu einem Campingplatz, um zu duschen. War auch nötig nach den zwei Tagen.

Die Nacht vom 20. Dezember verbrachten wir auf einem Campingplatz, welcher gratis nutzbar ist. Der Platz hat zwar nur eine Toilette, ist sonst aber wunderschön.

Heute Morgen ging es dann in Richtung Queenstown, eine Stadt, die eigentlich nur vom Tourismus lebt. Auf dem Weg nach Queenstown fuhren wir an einem Fluss vorbei, welcher Schauplatz in einer Herr der Ringe Szene war.

Tim hatte in Queenstown einen Bekannten, den er auf einer Reise in Australien kennengelernt hat. James, ein Ire, arbeitet bei einer Luge-Anlage. Luges sind kleine Carts mit denen man eine Piste hinunterfahren kann. Dank James konnten wir gratis mit der Gondel auf den Berg fahren und viermal mit den Luges den Hügel hinunter brettern. Schnell entwickelte sich ein Rennen daraus. Jede Fahrt wurde waghalsiger, aber auch lustiger. Ein gelungener Nachmittag.

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Kommentare: 3
  • #1

    Bruno Baviera (Freitag, 21 Dezember 2018 08:33)

    Ha, da schneit es also auch, auf der anderen Seite der Welt.
    Übrigens: Schön wieder von euch zu sehen und lesen, zu hören, wie man so sagt.

  • #2

    Bruno Baviera (Freitag, 21 Dezember 2018 08:36)

    Also diese Neuseeländer, alles für die Touristen!
    Übrigens: Wie bei uns (in den schweizer Bergen) ja auch.

  • #3

    Bruno Baviera (Dienstag, 25 Dezember 2018 13:12)

    Keine Kommentare, wo es keine Beträge zu kommentieren gibt.
    Übrigens: Allen eine gute und schöne Zeit..