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Machu Picchu

Machu Picchu ist wohl das bekannteste Wahrzeichen von Peru. Viele Touristen nehmen den langen Weg in Kauf, um eines der neuen sieben Weltwunder zu besuchen. Wie gestern schon erwähnt, stationierten wir uns in Aguas Calientes ein, um am Morgen früh die Anlage zu besuchen. Es gibt auch welche, die reisen mit dem Zug von Cusco nach Aguas Calientes und dann direkt nach Machu Picchu. Uns war dies aber zu viel Stress und wir wollten zudem den Machu Picchu Mountain besteigen. Die Inka-Stätte hat ihren Namen von diesem Berg. Die Besteigung ist nur am Morgen möglich. Um die Besucherströme besser zu organisieren, gib es für die Anlage zwei Möglichkeiten: 06:00-12:00 oder 12:00-17:30 Uhr. Der Weg zum Berg wird erst gegen 07:00 Uhr geöffnet, wobei es auch hier wieder zwei Gruppen gibt. Die zweite Gruppe erhält Einlass ab 09:00 Uhr. 
Mit all diesen Informationen und dem Wissen, dass man gut und gerne über eine Stunde in einer Reihe auf den Bus von Aguas Calientes nach Machu Picchu warten muss, versuchten wir uns eine klige Strategie zu überlegen. Ehrlich gesagt hatten wir keine Lust schon um 4:30 Uhr Schlange zu stehen. Deshalb assen wir erst gegen 05:00 Uhr im Hotel Früstück und checkten aus. Dann liefen wir zu der Bushaltestelle und befürchteten Schlimmes. Jedoch kamen wir von der falschen Seite und wurden direkt in einen Bus ‚befohlen‘. So waren wir doch noch vor der Öffnung der Anlage vor Ort und reihten uns ein. Schon da fiel uns auf, wie die Leute rücksichtslos drängelten und sich nach vorne schoben. 
Der grosse Vorteil, wenn man früh in der Anlage ist: es sind noch nicht viele Leute vor einem dort und es glingen doch noch einige Bilder, wo nicht Menschenmassen drauf sind. An gewissen Aussichtspunkten musste man dennoch anstehen und auch hier zeigte sich wieder die Skrupellosigkeit einiger Menschen. Aber wir durften beim Warten noch einen Heiratsantrag mitansehen. 
Da wir auch wieder genügend früh beim Einlass zum Berg sein wollten, brachen wir die ersten Erkundungen von Machu Picchu ab und machten uns auf den Weg. Auch hier mussten wir nicht lange warten und konnten uns als sechste bzw. siebte Person einschreiben und den Aufsteig starten. Der Machu Picchu Mountain thront mit etwas über 3000 Meter ca. 600 Meter über der Anlage. Der Aufstieg bestand hauptsächlich aus unebenmässigen Stufen. Die Höhe machte den Aufstieg noch ein wenig anspruchsvoller. Aber nach etwas über einer Stunde waren wir oben und konnten ein traumhaftes Panorama der Anden und Machu Picchu geniessen. Es hatte sich auf jeden Fall gelohnt. Zudem war das Wetter ausgezeichnet. Wir hatten schon gehört, dass am Morgen teilweise Nebel oder Wolken die Sicht auf Machu Picchu stören würden. 
Nach dem Abstieg hatten wir doch etwas zittrige Beine, aber wir mussten ja nicht mehr viel machen. Die Besichtigung von Machu Picchu macht man, indem ein Rundweg absolviert wird. Aufsichtspersonen achten genau darauf, ob alle in die gleiche Richtung laufen. Wenn nicht, weisen sie die Besucher mit Trillerpfeifen zurecht. Sie achten auch darauf, dass jeder auf den abgesteckten Wegen bleibt. 
Gegen Ende des Weges stiessen wir noch auf Lamas, die dort frei herumlaufen. Besonders Lena hatte Freude. 
Zum Glück durften wir im Hotel nochmals duschen und machten uns auch schon bald auf den Weg zum Zug. Leider konnten wir nur Tickets kaufen, mit denen ein Teil mit dem Zug und ein Teil mit dem Bus zurückgelegt wird. Im Zug hatten wir Glück und konnten ein Viererabteil zu zweit besetzen. 

Als wir im Hotel in Cusco einchecken wollten, wurde uns mitgeteilt, dass sie ausgebucht seien und ein Problem mit der Buchungssoftware haben. Sie hätten aber für uns im Hotel nebenan ein Zimmer gefunden. Das Hotel gehört der Ramada Kette an und hat vier Sterne. Das Gebäude wurde im 17. Jahrhundert als stattliches Herrenhaus gebaut. Anscheinend hatten wir heute viel Glück. 

Morgen dürfen wir gegen zwei Uhr Morgens aufstehen, da es zu den Rainbow Mountains geht. Auf über 5000 MüM. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Lexi (Dienstag, 03 September 2019 15:49)

    Oh - alpaka pullover, stoht der super :)