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Rainbow Mountain

Um 3:00 Uhr wurden wir heute von unserem Tourguide im Hotel abgeholt. Nachdem wir alle Teilnehmer in den verschiedenen Unterkünften eingesammelt hatten, fuhren wir in Richtung Rainbow Mountain los. Nach 1,5 Stunden gab es eine erste Pause mit Frühstück bevor wir noch eine weitere Stunde in Angriff nahmen. Während man auf dem ersten Abschnitt ohne Weiteres schlafen konnte, wurde man beim zweiten Abschnitt richtig durchgeschüttelt. An schlafen war nicht mehr zu denken. Die Strassenverhältnisse waren schlecht und der Abschnitt relativ kurvig. Oben angekommen begrüsste uns das Gebiet um den Rainbow Mountain zwar mit einer atemberaubenden Landschaft aber auch mit eisigen Temperaturen. Wir starteten den 1,5 stündigen Aufstieg mit unserem Tourguide. Es bestand die Möglichkeit ein Pferd zu mieten, das einem nach oben bringt. Wir wollten dies aber mit eigener Muskelkraft und Durchhaltewillen schaffen. Denn die Wanderung ist wirklich nicht ohne. Die Strecke ist zwar relativ flach mit einem halbstündigen Aufstieg am Schluss, allerdings bereitet einem die Höhe gewisse Mühen. Gestartet haben wir nämlich bereits auf etwa 4‘400 m ü. M. Mir (Lena) zumindest fiel die Wanderung schwer. Fabio hatte weniger Mühe mit der Höhe. Schon nach den ersten Metern merkte man wie hoch der Puls schon ist und dass man ausser Atem ist. Ich hatte zudem noch starke Kopfschmerzen, extreme Müdigkeit und leichte Übelkeit. Aber in sehr langsamen Tempo (Fabio musste sich mir anpassen ;-)) und mit der Unterstützung von Coca-Blättern, die man kauen kann, schafften wir es dann zur Spitze. 5‘200 m ü. M.. Für Fabio und mich war dies der höchste Punkt, an dem wir uns bis jetzt befunden haben. Die Aussicht war fabelhaft. Der Rainbow Mountain mit der umliegenden Gebirgskette war traumhaft. Zusätzlich hatte man eine gute Sicht auf einen Gletscher. Die verschiedenen Farben verdankt der Berg seiner Mineralien. Rot ist z.B. Eisen. 
Wir blieben allerdings nicht lange auf der Spitze, da es zum Einen extrem viele Leute hatte und zum Anderen ein eisiger Wind wehte. Wir hatten noch die Möglichkeit ein paar Fotos mit Alpacas zu machen. Die lustigen Tiere haben es uns schön angetan. Wir haben auf dem heutigen Ausflug sehr viele Lamas und Alpacas gsehen. Es ist schon etwas anderes, wenn man die Tiere in der Natur sieht als diejenigen, die in Cusco als Touristenattraktion zur Schau gestellt werden. 

Wir hatten nun die Wahl, direkt zurück zum Bus zu gehen oder das 15 Minuten entfernte Red Valley für einen Aufpreis von 20 Soles (ca. Fr. 6.-) zu besichtigen. Wir mobilisierten nochmals unsere letzten Kräfte und entschieden uns für Letzteres. Die Zusatzstrecke und der Aufpreis haben sich gelohnt. Das Red Valley war wunderschön. Danach gingen wir die Strecke zurück zum Bus. Dort angekommen waren alle sichtlich K.O. und trotz der holpprigen Strecke schliefen praktisch alle bis wir eine Mittagspause einlegten. Danach fuhren wir zurück nach Cusco. Zu grossen Sprüngen waren wir definitiv nicht mer im Stande. Wir brachten noch Kleider in die Wäscherei, die man übrigens nach zwei Stunden bereits wieder abholen kann, und assen noch im Hotelrestaurant zu Abend. Danach ab ins Bett :-) Es war ein sehr strenger (Muskelkater haben wir jetzt schon von Machu Picchu am Vortag) aber auch schöner Tag. Morgen fliegen wir weiter zum Titicaca-See.

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